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Späte Einsichten und die Bereitschaft zur Korrektur sind besser als keine!

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Kreiskrankenhaus Wolgast

Gespräche am Mittwoch, den 23.11.2016 des Vorstandes mit SPD- und CDU-Landtagsfraktionen

 

Geschafft aber nicht ohne etwas Optimismus sind wir – Frau Dr. Knappig, Frau Kieser, Frau Schneider, Herr Dr. Klingner, Herr Kiesow und Herr Bergemann – aus den Gesprächen gestern (23.11.2016) mit Vertreter_innen von SPD- und CDU- Landtagsfraktionen nach Wolgast zurückgekehrt. Auch gab es gestern außerplanmäßig eine weitere Möglichkeit, nochmal mit dem Gesundheitsminister im Wirtschaftsministerium (Herr Glawe hatte sich extra Zeit dafür genommen.) in kleiner Runde (Frau Dr. Knappig, Frau Kieser, Frau Schneider und Herr Bergemann) sich über den Stand und Fortschritte informieren zu lassen. Selbstverständlich nutzten wir erneut die Gelegenheit, nochmal klar auf unsere Forderungen der Bürgerinitiative aufmerksam zu machen.


Ab 12:30 Uhr begann dann ohne Pause der Gesprächsmarathon im Schloss.

Fazit: Bei der CDU ist mehr Bewegung drin und es ist das Bemühen erkennbar, eine belastbare Lösung, eine Kompromissvariante, zu finden. Die SPD hat noch viel Klärungsbedarf innerhalb ihrer Gremien. Die Atmosphäre bei der CDU war locker und entspannt; das Gespräch bei der SPD war sehr zäh und angespannt, insgesamt aber hilfreich für alle Beteiligten.


Ca. 15:50 Uhr waren wir wieder raus aus dem Landtag. Wir, als Bürgerinitiative, stellten nochmal sehr umfangreich die Situation dar und übergaben weitere Unterlagen den Landtagsfraktionen als auch die Zusammenfassung aus dem IGES-Gutachten, unser Konzept und statistisches Zahlenmaterial. Angesprochen wurden weiterhin das Labor, die ambulante Physiotherapie, das Klima im Krankenhaus, die Ausbildungssituation, die Krankenpflegeschule, das Wirken des Geschäftsführers und vieles mehr. Uns war es sehr wichtig, den Landtagsabgeordneten das komplette Bild über den Zustand in und um das Kreiskrankenhaus für die weiteren Beratungen und Entscheidungen mit auf den Weg zu geben. Leider mussten wir mit entsetzen zur Kenntnis nehmen, dass viele Sachverhalte und Kenntnisse im Detail den Fraktionen nicht bekannt waren und leider auch im Vorfeld der Entscheidungen zur Schließung der Abteilungen nicht vorlagen. In den Gesprächen wurde sehr deutlich, dass der wahre Zustand auf den geschlossenen Stationen vor dem 03.11.2015 kaum bekannt war. Und das ist sehr bitter!


Vielleicht konnten wir als Vorstand der Bürgerinitiative gestern in den Gesprächen einiges zur Aufklärung beitragen und den Blick für die Region und unser Kreiskrankenhaus schärfen. Beide Fraktionen haben uns zugesagt, uns zügig eine Antwort zur Bewertung der Gespräche zukommen zu lassen. Wir sind weiterhin gesprächsbereit. Eine Lösung um jeden Preis wird es mit uns nicht geben! Auf der Grundlage unserer Konzeption, der Einheit von stationärer Versorgung von Kindern und Schwangeren vor Ort also Gynäkologe, Geburtshilfe und Kinderstation zusammen, ringen wir mit allen Beteiligten um eine Lösung, die auch zukunftssicher sein muss.


Den Zeitplan vom Gesundheitsminister akzeptieren wir. Aber wir lassen uns auch nicht planlos hinhalten. Wir glauben, dass unsere Botschaft angekommen ist. Aber was der Ministerpräsident dazu sagt und denkt, wissen wir leider nicht. Wir werden ihn dazu am 30.11.2016 in der Staatskanzlei befragen. Auch wenn dieser Gesprächsmarathon sehr zäh und mühsam ist, ist er aber trotzdem notwendig. Wir bleiben sehr kritisch und wachsam. Unsere nächste Mahnwache der Bürgerinitiative findet am 28.11.2016 ab 17 Uhr vor dem Eingang Kreiskrankenhaus Wolgast statt.



Wolgast, 24.11.2016

i.A. Vorstand

gez. Lars Bergemann