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Foto: Dr. Walther Klingner

Es gibt Hoffnung – gemeinsam tragfähiges Modell entwickeln!

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Kreiskrankenhaus Wolgast zum Gespräch am Mittwoch, den 16.11.2016 des Vorstandes mit dem Gesundheitsminister Herrn Harry Glawe

 

Der Beratungsmarathon geht weiter, heute mit dem zuständigen Fachminister Herrn Glawe. Die Atmosphäre stimmte. Es war ein sehr offenes Gespräch. Der Minister hatte sich viel Zeit dafür genommen und er war sehr gut vorbereitet – Respekt! Seitens der Bürgerinitiative nahmen am Gespräch teil: Frau Kieser, Frau Dr. Knappig, Frau Schneider, Herr Dr. Klingner und Herr Bergemann. 

Herr Glawe machte gleich zu Beginn des Gesprächs sehr deutlich, dass er großen Respekt vor dem Engagement der Bürgerinitiative und er selbst keinen Bock auf eine Dauerauseinandersetzung hat. Wir haben das als Bürgerinitiative auch nicht aber wir halten den öffentlichen Druck z.B. durch die nächsten Mahnwachen am 21.11. und 28.11. aufrecht. Denn es geht um mehr als nur um die stationäre Versorgung unserer Kinder und Schwangeren. Im Gespräch wurde auch seitens der Bürgerinitiative das Labor, die ambulante Nutzung der hauseigenen Physiotherapie, der Zustand des Beirates, das Betriebsklima im Haus, die Situation der Geschäftsführung und die Ausbildungssituation sehr deutlich thematisiert. Herr Glawe sicherte zu,  sich mit den dafür Verantwortlichen ins Benehmen zu setzen und diese Sachverhalte kritisch zu hinterfragen.

 

Fazit: Bürgerinitiative und Gesundheitsminister redeten Klartext. Für uns als Bürgerinitiative gehören Kinderstation und Gynäkologie/Geburtshilfe als Einheit betrachtet.

 

Deutlich wurde aber auch, dass es, um eine tragfähige und zukunftssichere  Lösung zu finden, noch Abstimmungsbedarf gäbe und hier noch kräftig Überzeugungsarbeit geleistet werden müsse. Aber, so meinte der Gesundheitsminister, es gäbe positive Signale. Trotzdem bat er alle Beteiligten  darum, gemeinsam neue Wege zu beschreiten und offen zu sein für neue Modelle. Wir als Bürgerinitiative sind bereit dazu, aber nicht um jeden Preis. Herr Glawe kannte das Konzept der Bürgerinitiative und darauf soll nun aufgebaut werden. Aber es wird schwierig! Der beiderseitige Wille ist vorhanden. Leider hätten wir uns vieles nervenaufreibendes ersparen können, wenn die Bereitschaft innerhalb der Landesregierung und anderen Verfahrensbeteiligten noch vor der Landtagswahl da gewesen wäre mit allen Akteuren vor Ort auf Augenhöhe den Dialog zu führen und lösungsorientiert unser Kreiskrankenhaus für die Zukunft fit zu machen. Jetzt holen wir nach, was schon früher hätte passieren müssen!

 

Fazit: Unser gemeinsames Ziel ist es die Versorgung der Bevölkerung, die Versorgung der Touristen und die Versorgung der Kinder am Standort Wolgast zu sichern und für die Region zu gewährleisten. „Kinder von der Insel Usedom müssen in dem Moment, wenn sie das Festland erreichen, versorgt werden. Das gilt auch für die Kinder in Wolgast und Umland“ so der Gesundheitsminister.

 

Abschließend betone der Minister klar und wollte dieses auch im Protokoll niedergeschrieben wissen, dass die Grund- und Regelversorgung am Standort in Wolgast nicht in Frage gestellt und gesichert werde. Nun warten wir ab. Herr Glawe versprach, innerhalb der nächsten Wochen ein Modell der Bürgerinitiative zur Begutachtung / Prüfung zukommen zu lassen. Wir als Bürgerinitiative werden diese dann sehr kritisch unter die Lupe nehmen und diskutieren. Aber, und das hat dieses heutige Gespräch gezeigt, es lohnt sich und wir erkennen an, dass sich etwas bewegt. Am Ende wurden auch ergänzende Unterlagen dem Minister übergeben.

 

Die Bürgerinitiative wirkt!

 

Wolgast, 16.11.2016

 

i.A. Vorstand gez. Lars Bergemann