Diese Website verwendet Cookies.
Skip to main content

Chance vertan – Dissens bleibt – Verhältnis gestört

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Kreiskrankenhaus Wolgast zum Gespräch am Dienstag, den 15.11.2016, des Vorstand mit der Landtagsfraktion DIE LINKE

 

 

Nach den Gesprächen mit dem Direktkandidaten Herrn Prof. Weber (AfD), dem parlamentarischen Staatssekretär Herrn Dahlemann (SPD) folgte nun gestern am 15.11.2016 das Gespräch mit der Landtagsfraktion DIE LINKE. Um es gleich vorweg zu sagen: Die Atmosphäre war sehr angespannt und kühl.

Das Zustandekommen des Gesprächs gestaltete sich im Vorfeld als nicht reibungslos. Leider hatte das Thema – wie umzugehen sei mit der Initiative FFDG – das Gespräch fast zum Abbruch gebracht. Für uns als Vorstand der Bürgerinitiative aber war der sach- und fachliche Austausch zum eigentlichen Gegenstand 1.) für unsere Kinder und Schwangeren die Versorgungssicherheit herzustellen, 2.) die Einheit von Gynäkologie / Geburtshilfe und Kinderstation im Kreiskrankenhaus Wolgast zu verwirklichen von so großer Wichtigkeit, das Gespräch nicht frühzeitig  platzen zu lassen. Ein Mitglied des Vorstandes verließ trotzdem sehr erbost die Veranstaltung nach 50 Minuten.

 

Für den Vorstand der Bürgerinitiative machte Frau Kieser den Standpunkt zum Umgang und der Bewertung dessen was bisher in Wolgast mit und durch die FFDG gemacht wurde klar. Für die Fraktion DIE LINKE bezog Frau Oldenburg klar Position und formulierte eine unmissverständliche Erwartungshaltung, dass die Initiative innerhalb der nächsten Tage nochmal über die FFDG nachdenken solle und gab uns auch Hinweise, wo man dazu etwas nachlesen könne. Sollte sich der Vorstand der Bürgerinitiative von der FFDG distanzieren so sind jederzeit weitere Gespräche möglich, aber nur dann.

 

Fazit: Im Anschluss des Gesprächs hat der Vorstand einstimmig zum Ausdruck gebracht und das mit einem deutlichen Appell an die Fraktion DIE LINKE gerichtet, dass wir sind in der Sache weiterhin gesprächsbereit sind und für Informationen und fachlichen Austausch zur Verfügung stehen. Es wird aber keine Distanzierung gegenüber der FFDG geben!

Das heißt nicht, und das wurde gestern auch klar vom Vorstand so geäußert, dass wir einige Dinge durchaus kritisch sehen. Nicht mehr und auch nicht weniger. Der Dissens bleibt – unser Angebot der Zusammenarbeit steht aber weiterhin.

 

Gleichwohl wurden durch den Vorstand die Zusammenarbeit und die Aktivitäten der Landtagsfraktion positiv bewertet. Respekt und Anerkennung wurde auch seitens der Fraktion DIE LINKE uns gegenüber zum Ausdruck gebracht. Der Vorstand machte nochmal eindringlich darauf aufmerksam, was uns hier in der Bürgerinitiative und in der Region vereint und stark macht und den Protest trägt. Ideologische Auseinandersetzungen, parteipolitischer Streit und taktische Spiele  gehören hier nicht hin. Herr Koplin stellte nochmal und sehr ausführlich für die Fraktion die weiteren Schritte und Zeitschienen für die Initiativen im Landtag (Anträge, Anfragen usw.) klar dar. Seitens der Bürgerinitiative wurden darüber hinaus auch verschiedene Unterlagen übergeben.

 

Die Fraktion DIE LINKE trägt das Konzept der Bürgerinitiative mit!

 

Nach fast 2 ½ Stunden wurde das Gespräch beendet. Anmerkung: Es gab viel Lob für das Engagement des Fachpolitikers Herrn Koplin. Leider wurde die Chance vertan, sich bereits am Montag bei der Mahnwache – wo sehr viele Landtagsabgeordnete der LINKEN anwesend waren – sich mit einigen Mitgliedern der FFDG vor Ort zu unterhalten oder im direkten Gespräch zu informieren bzw. auf ihre Fragen Antworten zu bekommen.

 

 

Wolgast, 16.11.2016

 

i.A. Vorstand

gez. Lars Bergemann