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Bürgerinitiative zum vollständigen Erhalt des Kreiskrankenhauses Wolgast - Euphorie sieht anders aus – Erwartungen klein halten!

Zum Gespräch des Vorstandes mit dem parlamentarischen Staatssekretär, Patrick Dahlemann am Dienstag, den 08.11.2016

 

Sehr geehrte Redaktion,

 

ein Gespräch hat gestern stattgefunden aber es war auch nur ein Gespräch. Wir, der Vorstand der Bürgerinitiative, wollten einfach zuhören, was Herr Dahlemann zu sagen hat bzw. wir wollten ihn kennenlernen. Mehr als 2 Stunden dauerte das sehr intensive und sachliche Gespräch. Fazit der Bürgerinitiative: Herr Dahlemann war vorbereitet aber noch nicht ausreichend genug. Unser Eindruck: Der Staatssekretär kam zu uns als Praktikant und wollte Informationen, um eine Faktenanalyse / -scheck durchzuführen. Die Bürgerinitiative ist und war gut vorbereitet und erläutere im Gespräch verschiedene Sachverhalte und übergab umfangreiche Unterlagen an den parlamentarischen Staatssekretär u.a. das Konzept der Bürgerinitiative (was dem Sozialministerium bereits seit dem 21.10.2016) vorliegt, ein Gutachten / Zusammenfassung, Geburtenentwicklung der Region, den beantworteten Fragenkatalog zur Anhörung im Landtag und eine Akte von Missständen der Geschäftsführung, gesammelt und zusammengetragen durch die Bürgerinitiative. Desweiteren wird ein umfangreicher Fragenkatalog mit der Bitte um eine zügige Beantwortung, die uns durch Herrn Dahlemann zugesagt wurde, nachgereicht. 

 

z.B.: Ist eine Schließungsprämie geflossen und wenn ja, wer hat dieses veranlasst bzw. was passiert(e) damit? Warum wird im Kreiskrankenhaus Wolgast nicht mehr ausgebildet?

 

Gleichzeitig bot uns der parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern an, als Koordinator der Bürgerinitiative zur Verfügung zu stehen bzw. den Kommunikationsfluss an die Landesregierung beim ihm zu bündeln. Die Bürgerinitiative nahm dieses zur Kenntnis. Klar und deutlich würde nochmal durch alle anwesenden Vorstandsmitglieder unsere Haltung und Erwartungen zum Ausdruck gebracht bzw. das Verhalten der Akteure vor dem 4.September 2016 heftig kritisiert.

Wir sind und bleiben gesprächsbereit. Wir sind und bleiben kompromissorientiert, aber nicht um jeden Preis. Wir nehmen alle Gesprächsangebote an, um für unser Konzept zu werben und unser Ziel zu erreichen.: eine stationäre Versorgung am Kreiskrankenhaus in Wolgast für Kinder und Schwangere!

 

Herr Dahlemann stellte gleich zu Anfang klar, dass er von der Bürgerinitiative keine öffentliche Distanzierung von der FFDG fordert. Mehr ist dazu auch seitens des Vorstandes der Bürgerinitiative nicht zu sagen. Auch werden wir als Bürgerinitiative weiterhin öffentlich Flagge zeigen und den Druck der Straße aufrechterhalten. So wird es bereits am Montag, den 14.11.2016 von 17 bis 18 Uhr wieder eine Mahnwache vor dem Eingang Kreiskrankenhaus geben. Hier steht die Schließung des Labors zum 01.01.2017 im Mittelpunkt. Wir sind empört darüber und wollen dieses so nicht akzeptieren. Abschließend lobte Herr Dahlemann die Sachlichkeit und die fachliche Kompetenz der Bürgerinitiative und er brachte seine Hochachtung für die Standhaftigkeit und den Durchhaltewillen der vielen Mitstreiter_innen vor Ort zum Ausdruck. Und er bestätigte gegenüber dem Vorstand der Bürgerinitiative, dass es in Schwerin sehr viele Gespräche dazu gibt. Der jetzt endlich begonnene Kommunikationsprozess dürfe nicht abreißen. Gemeinsam wurde festgehalten und das gilt als Arbeitsgrundlage für die weiteren Termine:

 

1.) die Gespräche werden ergebnisoffen geführt,

2.) Grundlage der Gespräche ist das eingereichte Konzept der Bürgerinitiative.

3.) der zugearbeitete Fragenkatalog wird umgehend beantwortet.

 

Fazit am Ende: Unsere Erwartungen konnten nicht erfüllt werden aber wir glauben, dass die Landespolitik in Schwerin endlich verstanden hat und sie uns jetzt als Partner auf Augenhöhe anerkennen. Das Gespräch gestern fand auch auf Augenhöhe statt.

 

Weitere Termine:

- am 15.11. Landtagsfraktion DIE LINKE in Wolgast bei der Bürgerinitiative,

- am 16.11. Besuch Gesundheitsminister Glawe beim Vorstand der Bürgerinitiative,

- des weiteren soll es ein Gespräch in der SPD-Landtagsfraktion in Schwerin am 23.11. geben und

- die Einladung / Terminbestätigung bei Herrn Sellering am 30.11. in Schwerin steht.

 

Na dann … es gibt viel zu tun aber nur schöne Worte reichen nicht mehr! Wir wollen Taten sehen!

 

 

Wolgast, 09.11.2016

 

i.A. Vorstand

gez. Lars Bergemann

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